Staatliche Förderung – Aufstiegs-BAföG

Was ist Aufstiegs-BAföG?

Zum 01.08.2016 wird aus dem „Meister-BAföG“ das neue „Aufstiegs-BAföG“. Dieses unterstützt die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung - grundsätzlich in allen Berufsbereichen. Und zwar unabhängig davon, ob sie in Vollzeit oder Teilzeit durchgeführt wird.

Wer wird gefördert?

Alle Personen, die eine Fortbildung im kaufmännischen Bereich, im gewerblich-technischen Bereich oder dergleichen besuchen, können sich auf Antrag eine Aufstiegsfortbildung über das Aufstiegs-Bafög fördern lassen. Die Antragsteller dürfen in der Regel in der Vergangenheit noch kein Aufstiegs-BAföG beantragt haben (ausnahmsweise kann auch eine zweite Förderung erfolgen). Zuvor selbst oder über Dritte finanzierte Fortbildungen sind nicht förderschädlich.

Welche Leistungen gibt es?

Bei Vollzeit- und Teilzeitmaßnahmen ist zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren ein einkommens- und vermögensunabhängiger Maßnahmebeitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren, höchstens jedoch 15.000 € vorgesehen. Er besteht aus einem Zuschuss in Höhe von 40 % und aus einem zinsgünstigen Bankdarlehen. Bei Bestehen der Prüfung wird ein Erlass von 40 % auf das Restdarlehen gewährt. Alle Darlehen sind während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von zwei Jahren zins- und tilgungsfrei.

Wie wird die Förderung beantragt?

Die Förderungsanträge sind schriftlich an die nach Landesrecht zuständige Behörde zu richten. Die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Sie sollte daher rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme beantragt werden.

Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme, bei mehreren in sich selbstständigen Abschnitten bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnittes beantragt werden. Die Darlehen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ausgezahlt, wenn mit ihr hierüber ein gesonderter Darlehensvertrag abgeschlossen wird.

Wo wird der Antrag gestellt?

Zuständige Behörden für die Entgegennahme von Förderanträgen und die Beratung im Einzelfall sind in der Regel die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten am ständigen Wohnsitz des Antragstellers.

Antragsteller mit erstem Wohnsitz in Niedersachsen oder Bremen stellen den schriftlichen Antrag auf Förderung bei der NBank (Investitions- und Förderbank Niedersachsen).

Sie können den Antrag online auf der Website der NBank ausfüllen. Die Webseite soll Ihnen beim Ausfüllen von Formularen helfen und Ihnen Hilfestellung bei Ihren Eingaben geben, um so Fehler zu vermeiden und eine schnellere Bearbeitung durch die zuständige Stelle zu ermöglichen.

Wo gibt es weitere Informationen?

Im Internet unter folgenden Adressen:

www.aufstiegs-bafoeg.de

www.nbank.de